Nackenverspannungen-Kopfschmerzen

Nackenverspannung kopfschmerzen

So äußern sich Spannungskopfschmerzen

Sie werden von Patienten als ziehend und nicht etwa pulsierend beschrieben. Wie ein schmales Band entwickeln sie sich von den Schultern, über den Nacken bis zum Kopf und machen sich auf beiden Seiten bemerkbar. Sie fühlen sich dumpf und drückend an. Betroffene beschreiben es so, als müsste der Kopf in einem Schraubstock verharren und von beiden Seiten gleichzeitig gepresst werden. Der Schmerz macht sich dabei in auf- und abschwellenden Intervallen bemerkbar. Das heißt aber nicht zwingend, dass körperliche Aktivitäten die Symptome bei Spannungskopfschmerzen verstärken. Im Gegensatz zur Migräne treten Übelkeit und Erbrechen nicht auf.

Nackenprobleme ernst nehmen

Es ist keineswegs grundsätzlich so, dass Verspannungen im Nackenbereich auf schwere körperliche Tätigkeit oder Schreibtischarbeit zurückzuführen sind. Oft spielt auch die Psyche eine Rolle. Treten die Kopfschmerzen immer dann auf, wenn ein unvorhersehbares Ereignis den normalen Ablauf des Alltags stört, reagieren die Nackenmuskeln mit Verspannungen. Kopfschmerzen sind die Folge und es beginnt ein Teufelskreis. Tabletten schaffen kurzfristig Abhilfe. Diese Medikamente schaden der Magenschleimhaut, sodass sich bei häufigem Gebrauch auch hier schmerzhafte Veränderungen zeigen.

Liegt die Ursache der Nackenverspannungen im psychischen Bereich, können leichte Antidepressiva Abhilfe schaffen. Auch eine Psychotherapie wirkt sich unter Umständen lindernd aus. Betroffene schildern, dass sie nicht “loslassen” können. Sie denken, sie müssten perfekt sein und sind daher ständig angespannt. Es spielen dabei weder das Alter noch die Aufgaben des Alltags eine Rolle. Hausfrauen kennen das und auch viele Schüler fühlen sich den Anforderungen nicht gewachsen. Der tägliche Konkurrenzkampf im Job führt ebenfalls dazu, dass die Anspannung anhält und viele Arbeitnehmer leiden unter Nackenverspannungen.

Werden Sie Ihr eigener Diagnostiker

Was junge Menschen in der Pflegeausbildung bereits im Grundkurs lernen, können Sie sich ebenfalls zu eigen machen: die Krankenbeobachtung. Achten Sie auf Ihren Körper. Merken Sie sich dabei, in welchen Situationen die Kopfschmerzen auftreten. Unter Umständen brauchen Sie nur einige Gewohnheiten ändern.

Stellen sich die Beschwerden in der Nacht ein, besorgen Sie sich ein anderes Kopfkissen. Der Handel bietet spezielle Produkte an, die den Nacken in jeder Körperlage stützen. Beim Lesen oder Fernsehen bedienen Sie sich eines Nackenhörnchens. Es unterstützt die Muskulatur der Halswirbelsäule und wärmt gleichzeitig. Häufig kommt es nach einer Autofahrt zu Spannungskopfschmerzen. Dann hilft nur eins: Fenster zu. Durchzug ist Gift für die Nackenpartie und führt unweigerlich zu Schmerzen. Das gilt nicht alleine beim Autofahren. Überall dort, wo Sie längere Zeit sitzen, müssen Sie darauf achten, dass kein Durchzug besteht.

Beobachten Sie, dass die Schmerzen nach der Arbeit im Garten, dem Kartoffelschälen oder am PC auftreten. Und stellt sich zudem noch ein Kribbeln in den Händen ein, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Nur er kann feststellen, ob die Ursache der Beschwerden “nur” in der Muskulatur zu finden ist, oder direkt mit einem Defekt an der Wirbelsäule im Zusammenhang steht.

Es müssen nicht immer Tabletten sein

Leichte Verspannungen lassen sich durch Hausmittel lösen. Sehr wohltuend wirken hier Wärmekissen, die Sie entweder kaufen oder selbst nähen können. Sie sind mit unterschiedlichen Materialien befüllt. Das können Getreidekörner oder Obstkerne sein. Die Kissen werden entweder in der Mikrowelle oder dem Backofen erwärmt und danach auf den schmerzenden Bereich im Nacken gelegt. Der Vorteil liegt darin, dass sie die Mobilität nicht beeinträchtigen. Sie sind leicht und lassen sich problemlos überall mit hinnehmen.

Stufenlagerung ist ebenfalls eine Möglichkeit, die Nachenverspannungen zu mindern. Legen Sie sich auf eine weiche Unterlage. Das kann ein Teppich oder eine Wolldecke sein. Nehmen Sie sich einen Hocker oder einen Stuhl und winkeln die Beine so an, dass die Unterschenkel locker darauf zum Liegen kommen. Sie können sich auch vor eine Couch oder das Bett legen. Wichtig ist nur, dass die Knie einen rechten Winkel zum Körper bilden. Etwas komfortabler sind speziell entwickelte Würfel. Sie wurden aus Hartschaum hergestellt und haben einen waschbaren Bezug. Ihre Größe entspricht der Beinlänge vom Oberschenkel bis zum Knie und sie sind für eine Stufenlagerung bestens geeignet. Aufblasbare Modelle lassen sich leicht verstauen und passen in den Urlaubskoffer oder die Strandtasche.

Ein heißes Bad kann den Muskelkontraktionsschmerz mindern oder ganz abstellen. Sie müssen nicht einmal spezielle Kräuter als Badezusatz einfüllen. Alleine die Wärme entspannt den Körper. Legen Sie sich dazu ein Wannenkissen in den Nacken und lassen so viel Wasser einlaufen, dass die Schultern bedeckt sind. Lenken Sie sich durch Musik vom Alltagsgeschehen ab und entspannen Sie sich.