Symptome bei Nackenverspannungen

Symptome von Nackenverspannungen

Die Wirbelsäule besteht aus Knochen, Muskeln und Gelenkflüssigkeit. Sie trägt das Körpergewicht und schützt das lebenswichtige Knochenmark. Sie wird ständig beansprucht und das ist häufig ein Grund für Beschwerden. Dabei ist es nicht die Bewegung, welche dazu führt. Durch Mobilität wird die Wirbelsäule ernährt und die so wichtigen Bandscheiben bleiben stabil. Einseitige Belastung, wie schweres Heben oder ständiges Sitzen, überbeanspruchen die Wirbelsäule. Verspannungen im Nackenbereich oder des unteren Rückens sind die Folge.

Kopfschmerzen gehören zu den häufigsten Beschwerden bei Nackenverspannungen

Täglich mehrere Stunden am Schreibtisch zu sitzen, führt unweigerlich zu Verspannungen im Nacken. Der Grund dafür ist das Verharren in einer Körperhaltung. Auch der Mangel an Bewegung spielt eine Rolle. Häufige Kopfschmerzen sind ein Zeichen dafür, dass die Muskulatur des Nackens verspannt ist. Betroffene greifen dann zu schmerzstillenden Medikamenten, die ihnen Linderung verschaffen. Auch Massagen, Fangopackungen oder warme Umschläge helfen, dass die Symptome für eine Weile ausgeschaltet werden. Weitere Infos zum Thema Nackenverspannung Kopfschmerzen.

Das “Einschlafen” von Händen und Armen sind Zeichen einer Nackenverspannung

Nachts wach zu werden und die Arme oder Hände nur noch als schweres Gewicht auf dem Körper zu spüren, lässt wohl jeden erschrecken. Die Gliedmaßen sind “eingeschlafen”. Das bedeutet, dass sie nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt sind. Werden sie sanft bewegt und dabei auch noch massiert, übernehmen sie nach wenigen Minuten ihre Aufgabe erneut. Ein Kribbeln ist dann das erste Anzeichen, dass die Durchblutung wieder in Gang kommt. Hier ist das Symptom für eine Verspannung im Nacken also nicht der Schmerz, sondern die kurzzeitige Lähmung von Armen und Händen.

Schmerzhaftes Ziehen im Bereich zwischen Hinterkopf und Schulterblättern ist ein weiteres Beschwerde Symptom bei Nackenverspannungen. Es tritt nicht nur dann auf, wenn Lasten getragen werden. Selbst minimale Bewegungen führen dazu. Betroffene schildern es so, als wenn jemand permanent mit glühenden Nadeln den Nacken traktiert. Auch Mütter berichten davon, wenn sie ihre Kleinen aus dem Laufstall oder auf den Wickeltisch heben.Ein Zeichen für akute Nackenverspannungen ist, dass selbst die Drehung des Kopfes nicht ohne Schmerz möglich ist. Durch jede Kopfbewegung verstärken sich die Beschwerden. Hier spielt die Verhärtung des Trapezmuskels eine Rolle. Ausgehend von der Halswirbelsäule zieht er sich über die Schulterblätter bis zur Brustwirbelsäule. Das bedeutet gleichzeitig, dass sich die Symptome einer Nackenverspannung nicht ausschließlich auf diesen Bereich eingrenzen lassen. Auch Schmerzen im unteren Bereich, also der Lendenwirbelsäule können die Folge sein.

Diese Muskeln stützen die Hals- und Brustwirbelsäule

Bei der Nackenmuskulatur lassen sich zwei Gruppen unterscheiden. Die vorderen und die hinteren Nackenmuskeln. Zur vorderen Gruppe gehören Musculus rectus capitis lateralis (seitlicher gerader Kopfmuskel) und der Musculus rectus capitis anterior (vorderer gerader Kopfmuskel). Die hintere Gruppe bilden Musculus obliquus capitis superior (oberer schräger Kopfmuskel, Musculus obliquus capitis inferior (unterer schräger Kopfmuskel) Musculus rectus capitis posterior minor (kleiner hinterer gerader Kopfmuskel) sowie der Musculus rectus capitis posterior (großer hinterer gerader Kopfmuskel). Eine Verhärtung der Nackenmuskulatur führt in vielen Fällen dazu, dass wichtige Nervenbahnen abgeklemmt sind. Die Folgen sind neben den Schmerzen auch Lähmungserscheinungen in den oberen Extremitäten. Hier ist nicht das “Einschlafen” gemeint, sondern der dauerhafte Ausfall von Beweglichkeit der Finger oder des Armes.

Viele Schmerzen lassen sich durch geeignete Mittel eindämmen oder ganz beseitigen. Die Pharmaindustrie bietet eine Vielzahl von Medikamenten an, die bei Entzündungen im Bereich der Muskulatur von Wirbelsäule und Rücken wirksam sind. Treten allerdings Lähmungserscheinungen auf, ist der Besuch eines Facharztes unumgänglich. Mit Nackenschmerzen kann jeder leben, wenn sie nur hin und wieder auftreten und mit Medikamenten zu beheben sind.

Bei chronischen Nackenverspannungen Symptome immer den Facharzt aufsuchen

Äußern sich die Nackenverspannungen Symptome vermehrt und können selbst durch Massagen oder die Einnahme von Medikamenten nicht abgestellt werden, ist der Besuch des Facharztes unumgänglich. Lähmungserscheinungen äußern sich hier auf ganz unterschiedliche Weise. Vorübergehendes Kribbeln in Händen und Armen ist in den meisten Fällen harmlos und verschwinden, wenn gezielt gymnastische Übungen durchgeführt werden.

Riskant sind Beschwerden, die auf einen Bandscheibenvorfall im Nackenbereich schließen lassen. Betroffene berichten, dass sie beim Nicken ein Prickeln in Armen und Beinen verspüren. Es fühlt sich an, als ständen die Extremitäten unter Strom. Treten diese Symptome häufig auf, wird die Diagnose des Facharztes eindeutig sein. Schon in der Röntgenaufnahme erkennt er, dass ein Bandscheibenvorfall die Ursache der Beschwerden ist. Auch weitere Untersuchungen lassen keinen anderen Schluss zu. Das CT oder MRT dient der weiteren Abklärung. Dabei wird deutlich, in welcher Weise die Schäden an der Wirbelsäule fortgeschritten sind.

Nackenverspannungen sind keineswegs als harmlose Begleiterscheinung eines Bürojobs anzusehen. Auch Hausfrauen und Mütter leiden darunter. Das Schonen in Form von Untätigkeit ist hier kontraproduktiv. Ein beginnender Bandscheibenvorfall lässt sich nur dann aufhalten, wenn geeignete Medikamente und gezielte Gymnastik ineinandergreifen. Wird ein Bandscheibenvorfall im Bereich der Halswirbelsäule diagnostiziert, bedeutet dies für die Patienten, dass sie von einer drohenden Lähmung betroffen sein können. Nicht nur die oberen Extremitäten sind in Mitleidenschaft gezogen. Auch die Kontrolle der Ausscheidungen und die Bewegung der Beine stehen in engem Zusammenhang mit der Wirbelsäule.

In schweren Fällen verringert sich die Sauerstoffzufuhr zum Gehirn

Ein gesunder Nacken sorgt für die optimale Versorgung des Gehirns mit Sauerstoff. Hier ist das Geflecht aus Nerven und Gefäßen besonders ausgeprägt und daher auch sehr empfindlich gegen Schmerzen durch Verspannungen. Dabei ist der Muskeltonus erhöht und die Folge davon ist eine Verhärtung der Muskeln. Im Verlauf kommt es dann dazu, dass sie auf das umliegende Gewebe drücken. Sie komprimieren gleichzeitig Nerven und Blutgefäße. Die Verringerung der Durchblutung hat zur Folge, dass sich Abfallprodukte des Stoffwechsels in den Muskeln festsetzen. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um Milchsäure, die für die Schmerzen verantwortlich ist. Sie bildet kleine Knoten und diese lagern sich als Triggerpunkte (Auslöser) in der Muskulatur ab.

Das Abtasten der Nackenmuskulatur zeigt, dass verhärtete Muskelstränge die Ursache der Verspannung und der Schmerzen ist. Häufig klagen Patienten über Beschwerden, dass sie neben ständigem Unwohlsein auch an Brechreiz und Schwindelattacken leiden. Ausfälle der Motorik zählen ebenfalls zu den Symptomen einer unbehandelten Verspannung des Nackens. Finger versagen dabei ihren Dienst beim Greifen und Festhalten von Gegenständen. Selbst leichte Dinge werden ohne ersichtlichen Grund fallen gelassen, da das Schließen der Finger plötzlich nicht mehr funktioniert.

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